Bauausschusssitzung vom 08.09.2020

Schulturm Rattelsdorf

Wir haben uns an einem unserer Wahrzeichen und dem derzeit wohl größten Sorgenkind von Rattelsdorf getroffen: unserem Schulturm. Schon einmal referierte Architekt Badum in der jüngeren Vergangenheit bei uns im Gemeinderat und erläuterte die Schwierigkeiten an diesem Objekt. Da er aber damals sagte, dass es jetzt absehbar sei, dass der Turm bis Ende des Jahres feritg sei, waren wir alle guter Dinge. Leider wurde damals noch nicht das ganze Ausmaß der nötigen Arbeiten sichtbar, sodass sich die Arbeiten noch bis mindestens März hinziehen und dadurch logischerweise wieder Mehrkosten anfallen, weil diese Arbeiten nach Stunden abgerechnet werden. Wir machten uns also auf dem Weg nach oben, um einen detaillierten Einblick zu bekommen. Hier wurde das ganze Ausmaß dann ersichtlich. Die anfallgenden Arbeiten werden mühselig auf engstem Raum umgesetzt. Die Schwierigkeiten bestehen auch darin, dass der Turm in sich verdreht ist und alles individuell anzufertigen ist. Die Herren  vom Landesamt für Denkmalpflege wurden auch nochmal eingeschaltet und machten sich ein Bild vor Ort. Sie überprüfen nun nochmals eine höhere Förderung. Wir würden dies natürlich begrüßen.

Kinderkrippe Mäuseturm

Die zweite Besichtigung und ebenfalls ein Denkmalgebäude war die „alte Schule“ Rattelsdorf. Hier sollen zwei neue Krippenräume entstehen. Architekt Moncken referierte und stellte das Projekt mit all seinen Auflagen vor. Bei der aktuellsten Planung samt Kostenschätzung beträgt die Bausumme ca. 270.000 Euro inklusive Möbeliar und Planungskosten. Diese Summe erscheint zunächst hoch, ist aber aufgrund der Auflagen vom Landratsamt zwecks Brandschutz, Fluchtwege, Sanitäranlagen für die Kleinsten, seperate Gästetoillette im Nebengebäude, barrierefrei, Putzraum im Nebengebäude etc, nachvollziehbar.

Fakt ist auch, dass wir hier ein schönes, leerstehendes Gebäude zur Verfügung haben, und dass wir ab Mai definitiv 2 neue Krippengruppen benötigen. Dies kann nun hier vereint auf 258 m2 umgesetzt werden, und macht aus unserer Sicht auch Sinn. Ein Neubau an anderer Stelle würde vermutlich noch teurer kommen. Zudem gibt es eine Förderung von 50% auf förderfähige Kosten vom Bund. Diese betragen hier ca. 107.000 Euro.

Altes Tennisheim

Punkt 2 auf der Tagesordnung war die Besichtigung des alten Tennisheims Nähe Mini-Spielfeld am Schulsportgelände in Rattelsdorf. Ein fertiger Beschluss vom 27.08.2019 lautete, dass das Gebäude aufgrund maroden Zustandes abgerissen wird. Da sich in der Zwischenzeit aber herausstellte, dass Bayernwerk/Eon auch im Besitz von 25m2 dieses Gebäudes ist, wurde nochmal vor Ort besprochen, wie wir hier vorgehen wollen. Da das Dach undicht ist und dies dringend gemacht werden muss, auch aus Sicht der Bayernwerk/Eon, haben wir uns entschlossen, unseren Teil des Gebäudes abzureißen. Dies wird jetzt in naher Zukunft geschehen. Ob das allerdings alles so machbar ist müssen wir noch sehen.

Sonstiges

Abschließend trafen wir uns im Sitzungssaal des Marktes Rattelsdorf.

Hier informierte der Bürgermeister, das der Gestattungsantrag der deutschen Bahn für die Mobilstation Ebing auf dem Tisch liegt und unterzeichnet werden kann. Endlich.

Der Antrag für neue Spielgeräte für den Mehrgenerationen Spielplatz der SPD wurde nun bearbeitet. Die Spielgeräte werden voraussichtlich im Frühjahr nächsten Jahres aufgestellt.

Bauausschusssitzung 09.07.2020

Auf dem Plan standen mehrere Ortsbegehungen, sodass unsere Vertreter von RatZ dies natürlich mit dem Radl abfuhren. Begleitet wurden sie von einem VU Kollegen aus Medlitz.

Bromberg

Erster Treffpunkt war die Firma Massiv Holz GmbH Kümmelmann aus Rattelsdorf. Da diese Firma auf Gewerbegebiet mit Bestandschutz steht, haben die Betreiber Bedenken, dass in unmittelbarer Nähe (angrenzend) aus einem bis jetzt nicht genutzten Gewerbegebiet ein Wohngebiet von privater Seite her, entstehen soll. Wir machten uns Eindrücke vor Ort, hörten uns die Bedenken und Sorgen der Betreibender an und diskutierten vor Ort. Beschlossen wurde zu diesem Punkt noch nichts, sodass das Thema noch nicht vom Tisch ist und mit Sicherheit noch kontrovers diskutiert wird.

Kindergarten / Krippe

Bromberg hoch, durchs „Gässla“ an der Sparkasse vorbei und zack waren wir am nächsten Tagespunkt. Der Kindergarten Rattelsdorf wünscht sich weitere Sonnenschutzmaßnahmen für die großen Glasfronten.

Die Mehrheit der anwesenden Ratsmitglieder waren allerdings der Meinung, dass es keiner offiziellen Angebotseinholung bedarf, bzw. eine offizielle Stellungnahme eines Fachmannes, bezüglich, ob es überhaupt sinnig sei, ob und wie man ausfahrbare Markisen anbringen kann.

Wir standen da mit unserer Argumentation fast alleine da. Es wurde mit 6:3 Stimmen abgelehnt.

Zur Freude von Krippenleitung Christina Grünert wurde allerdings der nächste Punkt beschlossen: Die Mäuseburg bekommt endlich ein Regendach im Eingangsbereich. Dies wurde einstimmig vollzogen.

Amselweg

Wieder an der Sparkasse vorbei, über die Brücke, ab in den Amselweg.

Das ehemalige Altenheim, jetzt Eigentümergemeinschaft mit etlichen Wohnungen war Tagespunkt 3. Da mittlerweile sehr viele Leute dort wohnen, müssen entsprechend Stellplätze nachgewiesen werden. Nach ein wenig Verhandlungsgeschick seitens der Verwaltung, wurden hier ein paar Quadratmeter getauscht, Teilflächen gemeindlicher Seite verkauft und eine Grunddienstbarkeit für Wasser und Abwasser eingetragen. Dies wurde in den 80er Jahren verpasst, so dass wir das dringend nachholen mussten. Ansonsten hätten wir für diesen Kanal keinen Zugriff mehr gehabt.

Es wurde einstimmig beschlossen. Eine Runde Sache für alle Beteiligten inkl. angrenzenden Anwohnern. Zudem wurde angesprochen, dass die Zufahrt über den Radweg und das Parken auf den Grünstreifen neben dem Radweg jetzt und zukünftig nicht gestattet ist.

Friedhof Mürsbach

MGR Böhmer und MGR Bischof machten sich sogleich auf den nächsten Tagespunkt mit dem Fahrrad anzufahren. Vorbei an Freudeneck, kurz die Idylle Böhmerscher‘ Kuhweidehaltung genossen, in Speiersberg links über die Itz hoch zum Friedhof nach Mürsbach. Tagespunkt 4:

Ein in der Vergangenheit viel diskutierter Punkt ist die Gestaltung der kommenden Urnengräber. Es wurde einstimmig beschlossen, dass diese nun im Anschluss an die vorhandenen Urnengräber vor der Aussegnungshalle „am grünen Hügel“ errichtet werden. Mit Zwischenwegen von 1,20m. Abstimmungsergebnis einstimmig 9:0.

Ebenso war man sich dann gleich im Anschluss einig, dass das vorhandene, brüchige Steinkreuz eingelagert wird. Eine Firma wird beauftragt, den brüchigen Korbus abzubauen und einzulagern.